Ernährung & Trinken

Hauptgründe für Hämorrhoiden sind Darmträgheit und Verstopfungen. Man muss also darauf achten, dass der Stuhl weich ist und somit leichter abgeführt werden kann. Dies erreicht man mit ballaststoffreicher Ernährung und viel Trinken. Ballaststoffe sind wichtig für eine gut funktionierende Verdauung. Diese pflanzlichen Quellstoffe binden Wasser und machen den Stuhl weicher.

Durch die Volumenzuhnahme wird Druck auf die Darmwand ausgeübt, was zu einer vermehrten Bewegung anregt und einen besseren Transport des Stuhls bewirkt. Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen sind Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Vollkornbrot. Die meisten Ballaststoffe sind in Flohsamenschalen und Leinsamen enthalten. Wichtig ist ausreichend Flüssigkeitszufuhr, damit die Ballaststoffe gut aufquellen können. 2,5 Liter Wasser, Tee oder Fruchtsäfte am Tag sollten ausreichend sein.

Sport & Bewegung

Sportliche Betätigungen mit ausreichend Bewegung regen die Darmtätigkeit an und beugen Verstopfungen vor.

Bauchmassagen

Auch Bauchmassagen regen die Darmtätigkeit an. Legen Sie die Hand auf den Bauch und massieren Sie im Uhrzeigersinn den Darm.

Beim Stuhlgang nicht pressen

Beim Stuhlgang sollte nicht gepresst werden. Normalerweise reicht es aus wenn man den Schließmuskel entspannt und wartet bis der Druck spürbar wird. Den Stuhlgang durch starkes Pressen zu erzwingen sollte unbedingt vermieden werden.

Salben und Zäpfchen

Beschwerden die durch Hämorrhoiden des 1. und 2. Grades hervorgerufen werden, lassen sich mit Hilfen von Salben und Zäpfchen lindern. Diese sind rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Mit diesen Medikamenten lassen sich jedoch nur die Symptome, wie Schmerzen Jucken und Brennen im Analbereich lindern. Sie bewirken keine Verkleinerung des vergrößerten Hämorrhoidialgewebes.

Veröden (Sklerosierung)

Hämorrhoiden 1. und 2. Grades können durch Veröden (Sklerosierung) behandelt werden. Bei dieser Methode wird ein Lösung direkt in die vergrößerten Hämorrhoiden gespritzt. diese Lösung verringert die Blutzufuhr und ein Schrumpfen der Hämorrhoiden. Da die Patienten meist keinerlei Schmerzen bei der Behandlung verspüren ist eine lokale Betäubung nicht notwendig. Die Behandlung kann durch einen Proktologen (Facharzt für Entdarmerkrankungen) durchgeführt werden.

Ligatur

Mit einer Gummibandligatur werden Hämorrhoiden 2. und 3. Grades behandelt. Hierbei werden die vergrößerten Hämorrhoiden mit Hilfe von elastischen Bändern abgebunden. Das abgebundene Gewebe stirbt nach etwa drei bis fünf Tagen ab und wird mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Manchmal kann dabei eine leichte Blutung auftreten, die in der Regel jedoch schnell wieder nachlässt. Diese Behandlung kann ambulant und ohne Vollnarkose durchgeführt werden.

Operation

Hämorrhoiden 4. Grades können nur durch eine Operation behandelt werden. Hier können unterschiedliche Operationsverfahren zur Anwendung kommen. Für welches Verfahren sich der Chirurg letztendlich entscheidet, hängt davon ab, wie groß die Hämorrhoiden sind und inwieweit der davor liegende Analkanal betroffen ist. Das Ziel bei allen Operationen ist nicht die totale Entfernung des Hämorrhoidialgewebes, sonder lediglich eine Verkleinerung auf ein normales Ausmaß. Bei den Operationen wird auf eine Erhaltung der Darmschleimhaut geachtet, da diese die sehr wichtige Funktion der Unterscheidung zwischen flüssigem oder festem Stuhl sowie gasförmigem Darminhalt hat. Nach solch einer Operation ist der Patient, je nach Schwere des Eingriffs, eine bis drei Wochen arbeitsunfähig. In diesem Zeitraum sollte sich der Patient schonen und keine schweren Lasten heben. Ebenso gehören Sitzbäder zwei bis drei Liter Flüssigkeitszufuhr und sehr ballaststoffreiche Nahrung zur Tagesordnung. Abführmittel sind nach der OP nicht geeignet. Grundsätzlich rät der Arzt nur bei Hämorrhoiden 3. und 4. Grades zu einer Operation. Solange die Hämorrhoiden noch nicht aus dem After heraustreten, lassen sie sich auch mit schonenderen Methoden wie Ernährungsumstellung, Ligatur und Veröden behandeln.